, Caduff Marco (Geschäftsführer VBB)

Andrea Thür-Suter neue Verbandspräsidentin

An der Delegiertenversammlung vom 19. Juni 2026 wurde Andrea Thür-Suter zur neuen Verbandspräsidentin gewählt. Neu im Vorstand ist zudem Benjamin Hefti (Bürgerratspräsident Zizers), als neues GPK-Mitglied wurde Petra Hörler (Bürgerrätin Domat/Ems) gewählt. Sie alle treten ihr Amt per 1. Januar 2027 an.

Nach zuletzt acht verdientsvollen Jahren an der Spitze des Verbands und insgesamt 16 Jahren Vorstandsarbeit, beendet Fredi Stocker seine Tätigkeit im VBB. Als Nachfolgerin wählten die Delegierten einstimmig Frau Andrea Thür-Suter. Die amtierende Bürgermeisterin von Chur und ehemalige Grossrätin des Kantons Graubünden bezeichnete die Wahl als grosse Ehre sowie als Verpflichtung. Sie betonte die wichtige Rolle der Bürgergemeinden innerhalb der Bündner Gemeindelandschaft. Diese leisteten mit ihrem Engagement für Kultur, Natur, soziale Anliegen und das Gemeinwohl einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft und ergänzten die Aufgaben der politischen Gemeinden auf sinnvolle Weise.

Ein besonderes Anliegen ist der neuen Präsidentin die langfristige Sicherung der Handlungsfähigkeit der Bürgergemeinden. Dazu gehöre ein verantwortungsvoller Umgang mit Eigentum und Vermögen. Nur finanziell unabhängige und eigenständige Bürgergemeinden seien in der Lage, ihre wichtige komplementäre Funktion gegenüber den politischen Gemeinden auch künftig wahrzunehmen.

Zudem rief Andrea Thür die Bürgergemeinden zu einem selbstbewussten Auftreten auf. Ihre Stärken – lokales Wissen, langfristige Verantwortung, Grundbesitz und Unabhängigkeit von politischen Strömungen – seien sichtbarer zu machen und aktiv in die öffentliche Wahrnehmung einzubringen.

Für die kommenden Jahre nannte sie verschiedene Schwerpunkte der Verbandsarbeit. Dazu gehören die Vermittlung von Fachwissen, die Förderung des Erfahrungsaustauschs unter den Bürgergemeinden sowie die Beratung und Unterstützung in rechtlichen Fragen. Gleichzeitig soll der Verband die gemeinsamen Interessen seiner Mitglieder vertreten und die Wahrnehmung der Bürgergemeinden in Politik und Öffentlichkeit stärken.

Abschliessend zeigte sich die neue Verbandspräsidentin überzeugt, dass die Vielfalt der Bündner Bürgergemeinden und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit die Grundlage für eine erfolgreiche Zukunft des Verbandes bilden.